Online Casino in Österreich erlaubt: Nur eine Plattform ist legal
13. August 2026 – Konzessionsstatus, Limits und Reform-Stand verifiziert gegen die offizielle BMF-Konzessionsliste sowie das österreichische Glücksspielgesetz (GSpG).

Auf den ersten Blick wirkt die Sache einfach. Wer in Österreich online um Geld spielen will, sollte eine seriöse Plattform nutzen, Lizenz prüfen, Bonusbedingungen lesen, fertig. Wer ein bisschen tiefer gräbt, landet schnell beim Bundesministerium für Finanzen, beim Glücksspielgesetz und bei einer Zahl, die alles andere ordnet. Es gibt in diesem Land aktuell genau einen Anbieter, der Online-Glücksspiel legal anbieten darf.
Die folgenden Abschnitte ordnen ein, was die österreichische Rechtslage 2026 tatsächlich zulässt, was die Reform ab 2027 ändern wird und welche Risiken Spielerinnen und Spieler eingehen, die bei nicht-konzessionierten Anbietern spielen.
Der österreichische Online-Casino-Markt: Ein Monopol mit Ablaufdatum
Was ist ein Online Casino? — Begriff und Abgrenzung
Das österreichische Glücksspielgesetz definiert Online-Glücksspiel nicht als „Online-Casino“ im umgangssprachlichen Sinn, sondern als „elektronische Lotterien“ im Sinne von § 12a GSpG. Gemeint sind Spiele, bei denen die Teilnahme über elektronische Medien erfolgt und deren Ergebnis zentralseitig entschieden wird. Diese Einordnung ist keine Spitzfindigkeit. Sie entscheidet darüber, ob ein Angebot unter das Regime des GSpG fällt und damit konzessionspflichtig ist — oder ob es in eine andere Kategorie (etwa Sportwetten, Lotterien im engeren Sinn oder automatenbasiertes Glücksspiel) fällt.
Die Abgrenzung zu landbasierten Casinos ist klar. Das stationäre Casino-Spiel mit Roulette, Black Jack und Poker ist in Österreich über eine separate Konzession geregelt, die aktuell von der Casinos Austria AG gehalten wird. Online ist davon nur die elektronische Lotterie umfasst — und für diese gibt es genau eine Konzession. Wer im Internet Roulette, Slots oder Black Jack spielen will, landet also beim selben Konzessionär wie bei den Online-Lotterien.
Eine weitere Abgrenzung betrifft die Sportwetten. Diese fallen unter einen anderen Teil des GSpG und werden von mehreren Anbietern mit eigener Konzession legal in Österreich betrieben — darunter auch Marken wie Admiral, die im Casino-Bereich keine Konzession haben. Ein Konto bei einem österreichischen Sportwetten-Anbieter bedeutet nicht automatisch Zugang zu Casino-Spielen.
Der österreichische Glücksspielmarkt im Überblick
Rund 50 Prozent der österreichischen Bevölkerung ab 15 Jahren nehmen zumindest einmal jährlich an Glücksspielen oder Sportwetten teil. Das geht aus dem Epidemiologiebericht Sucht 2025 der Gesundheit Österreich GmbH hervor. Etwa drei Prozent dieser Spielerinnen und Spieler zeigen ein schweres pathologisches Spielverhalten — eine Quote, die in absoluten Zahlen eine niedrige sechsstellige Größe erreicht.
Wirtschaftlich ist der Sektor relevant, aber nicht dominant. Die legale Glücksspielabgabe, die Spielbankenabgabe und die Konzessionsabgaben fließen direkt in den Bundeshaushalt. Gleichzeitig beobachtet das Bundesministerium für Finanzen im Glücksspielbericht 2020 bis 2024, dass der Anteil illegaler Online-Angebote am Gesamtmarkt zunimmt. Die Österreichischen Lotterien haben am 4. Dezember 2025 explizit vor der Teilnahme an nicht-konzessionierten Online-Angeboten gewarnt: Nur win2day ist demnach der legal konzessionierte Anbieter für Online-Glücksspiel in Österreich.
Was die meisten Leserinnen und Leser an dieser Stelle interessiert: Wer spielt im Internet in Österreich, auf welchen Geräten und mit welchen Einsätzen? Genau Zahlen dazu veröffentlicht die Aufsicht nicht. Was sich aus den Daten des BMF und aus epidemiologischen Erhebungen ablesen lässt: Das tatsächliche Spielverhalten im Internet ist deutlich breiter, als es die Konzessionslage erlaubt. Dieser Spagat zwischen erlaubtem Angebot und tatsächlich genutzten Plattformen ist der Kern der folgenden Analyse.
So funktioniert die Regulierung: Konzession statt Lizenz
Österreich reguliert Online-Glücksspiel nicht über ein Lizenzsystem, wie es die meisten EU-Staaten kennen, sondern über ein Konzessionsmodell mit einem einzigen Platz. Die zuständige Behörde ist das Bundesministerium für Finanzen. Das Glücksspielgesetz ist die Rechtsgrundlage, die Stabsstelle für Spielerschutz (seit 2010 im BMF verankert) koordiniert die Präventionsarbeit.
Die einzige Konzession für elektronische Lotterien hält die Österreichische Lotterien GmbH. Sie läuft bis zum 30. September 2027. Bis dahin bleibt die Marktlage, wie sie ist. Was sich danach ändert, ist Sache der Reform, die in einem eigenen Abschnitt dargestellt wird.
Eine Konzession ist kein Vertrag, den jeder Antragsteller zu gleichen Bedingungen bekommen kann. Sie ist eine vom Staat vergebene Erlaubnis, eine bestimmte Tätigkeit auszuüben — vergleichbar mit einer Schankerlaubnis im Gastgewerbe. Wer sie nicht hat, darf die Tätigkeit nicht ausüben, auch wenn er anderswo eine Lizenz besitzt. Genau dieser Punkt ist der Grund, warum MGA-Lizenzen aus Malta in Österreich nichts nützen. Eine maltesische Lizenz erlaubt es einem Anbieter, in Malta reguliert Glücksspiel anzubieten — nicht jedoch, österreichische Spieler zu bedienen.
Warum „erlaubt“ in Österreich nur eine einzige Plattform meint
Die direkte Antwort auf die Frage, die Leserinnen und Leser auf diese Seite führt, ist kurz. Sie wird im Folgenden Schritt für Schritt begründet.

Ist Online Casino in Österreich erlaubt? Die kurze Antwort
Ja, aber nur auf genau einer Plattform: win2day, betrieben von der Österreichischen Lotterien GmbH. Alle anderen Anbieter — ganz gleich, ob sie eine MGA-Lizenz aus Malta, eine Lizenz aus Curaçao oder irgendeine andere ausländische Genehmigung haben — sind in Österreich nicht autorisiert. Verträge, die österreichische Spielerinnen und Spieler mit ihnen abschließen, sind nach dem GSpG unwirksam.
Wer das nicht glaubt, kann es beim Obersten Gerichtshof nachlesen. Der OGH formuliert es in einer Grundsatzentscheidung so: „Anbieter von Online-Glücksspielen, die über keine Konzession nach dem österreichischen Glücksspielgesetz verfügen, üben ihre Tätigkeit in Österreich gesetzwidrig aus. Die von ihnen mit österreichischen Spielern abgeschlossenen Glücksspielverträge sind unwirksam und der Spieler hat Anspruch auf Rückerstattung seines Einsatzes.“ Das ist keine mögliche Auslegung — es ist die höchstrichterliche Position.
Wer also in Österreich „online Casino erlaubt“ googelt, wird feststellen, dass die meisten Vergleichsseiten diese Lage nicht so darstellen. Sie listen internationale Marken auf, beschreiben deren Bonus und Lizenz, ohne klarzustellen, dass diese Lizenz in Österreich nichts bedeutet. Das ist Marketing, keine Rechtsberatung.
Das Glücksspielgesetz (GSpG): Monopol statt Markt
Das GSpG stammt in seinen Grundzügen aus dem Jahr 1989, wurde aber seitdem mehrfach novelliert. Die letzte größere Anpassung betrifft das Mindestalter, das seit 10. Juli 2023 bundesweit bei 18 Jahren liegt. Die für Online-Glücksspiel zentrale Norm ist § 12a, der die elektronischen Lotterien definiert und an eine Konzession nach § 14 GSpG bindet.
Das System funktioniert über das Prinzip der Kanalisierung: Glücksspiel soll in geordnete, kontrollierte Bahnen gelenkt werden, statt es vollständig zu verbieten. Dieses Modell ist in Europa nicht einzigartig — Norwegen, Finnland und einige weitere Länder haben ähnliche Strukturen — unterscheidet sich aber deutlich vom offenen Markt in Deutschland, Großbritannien oder den Niederlanden.
Die Europäische Union erkennt ausländische Glücksspiellizenzen nicht automatisch an. Malta, Curaçao oder Gibraltar haben kein Recht, in Österreich konzessionierte Tätigkeiten zu erlauben. Der Europäische Gerichtshof hat in mehreren Verfahren bestätigt, dass die Mitgliedstaaten ihre Glücksspielmärkte selbst ordnen dürfen — einschließlich der Aufrechterhaltung eines Monopols, sofern es konsistent und nicht diskriminierend ausgestaltet ist. Für österreichische Spielerinnen und Spieler bedeutet das: Wer eine MGA-Lizenz besitzt, mag in Malta legal arbeiten, in Österreich bleibt er ohne Konzession.
win2day: Der einzige legale Anbieter — und was er tatsächlich bietet
win2day ist die Plattform der Österreichischen Lotterien GmbH. Sie bündelt unter einem Dach Slots, Roulette, Black Jack, Poker, Bingo, Sportwetten und ein Live-Casino-Angebot. Über 750 Titel listet die Seite zum Stand 2026.
Das Spieleportfolio kommt aus mehreren Quellen. Den größten Anteil bestreitet Greentube, die digitale Tochter von Novomatic, mit 104 Titeln. Dazu kommen 15 eigene Slots aus dem win2day Gamelab, Play’n GO, NetEnt, Evolution Gaming und seit Februar 2026 RubyPlay mit Titeln wie „Mad Hit Diamonds“ und „Zeus Rush Fever Deluxe SE“. Für RubyPlay ist es der erste regulierte Einsatz in Österreich überhaupt.
Bevor auf win2day das erste Spiel gestartet wird, verlangt die Plattform die Festlegung von Pflichtlimits. Spielerinnen und Spieler unter 26 Jahren dürfen maximal 250 Euro pro Woche einzahlen, gerechnet von Freitag bis Donnerstag. Wer 26 oder älter ist, ist auf 1.680 Euro pro Kalendermonat limitiert. Eine Erhöhung über diese Grenze ist nur nach gesonderter Prüfung möglich, bei der die Plattform die wirtschaftliche Situation und das Spielverhalten neu bewertet. Diese Limits sind nicht EU-weit harmonisiert — sie sind Eigenregel des Konzessionärs, liegen aber im Rahmen der Vorgaben des BMF.
Die Identitätsverifizierung ist auf win2day verpflichtend vor der ersten Auszahlung, bei Limit-Erhöhung über 1.680 Euro pro Monat, ab kumulierten Einzahlungen von 400 Euro bei über 26-Jährigen und ab 250 Euro bei unter 26-Jährigen. Akzeptiert werden ID Austria, Foto-Ident und Video-Ident. Wer ohne Verifizierung spielt, kann einzahlen — sein Geld aber nicht mehr auszahlen lassen.
Was win2day nicht hat: einen klassischen Casino-Willkommensbonus. Stattdessen laufen regelmäßig Aktionen wie die „Freispiel Fiesta“ jeden Donnerstag mit 500 Freispielen und Slot-Turniere. Das Bonusmodell des einzigen legalen Anbieters unterscheidet sich damit strukturell von dem, was Offshore-Casinos bewerben.
Illegale Anbieter: Welche Risiken Spieler eingehen
Wer bei einem nicht-konzessionierten Anbieter spielt, geht mehrere Risiken gleichzeitig ein. Sie sind nicht theoretisch — sie sind gerichtlich festgestellt.
| Merkmal | win2day (legal, AT-Konzession) | Typisches Offshore-Casino (illegal, MGA/Curaçao) |
|---|---|---|
| Vertragsrechtlicher Status | Gültiger Spielvertrag nach GSpG | Vertrag nach GSpG unwirksam (OGH) |
| Auszahlung | Verpflichtend nach Spielregeln | Anbieter kann Auszahlung verweigern oder verzögern |
| Beschwerdestelle | BMF-Aufsicht, österreichische Gerichte | Nur ausländische Lizenzbehörde, keine direkte Anlaufstelle in AT |
| Einzahlungslimits | Gesetzlich gerahmt, pflichtig vor Spielbeginn | Anbieter-eigene Limits, oft hoch oder nicht vorhanden |
| Spielerschutz | BMF-Stabsstelle, Selbstsperre, Spielpausen | Anbieter-eigene Tools, keine österreichische Aufsicht |
| Gewinnauszahlung im Streitfall | Hohe Durchsetzbarkeit vor AT-Gerichten | Rückforderung nur über Klage, oft im Ausland |
| Werbe-Compliance | § 56 GSpG, „verantwortungsvoller Maßstab“ | Eigene Werbe-AGB, oft aggressiv |
| Steuern | Gewinne für Privatpersonen steuerfrei | Identisch (Gewinne privater Spieler steuerfrei) |
Die Tabelle zeigt das Grundmuster: Der legale Anbieter operiert innerhalb eines Rahmens, der Spielerinnen und Spieler schützt und gleichzeitig Anbieter und Staat verpflichtet. Der Offshore-Anbieter operiert außerhalb dieses Rahmens — was auf den ersten Blick großzügiger wirkt, beim ersten Streitfall aber zum Nachteil des Spielers wird.
Was sich aus der OGH-Rechtsprechung ergibt: Spielerinnen und Spieler sind nicht Ziel von Strafen. Der Verwaltungsvollzug nach § 52 GSpG und die strafrechtliche Verantwortung nach § 168 StGB treffen die Anbieter. Die Illegalität erleben Spieler auf der zivilen Ebene: Der Vertrag ist unwirksam, im Streitfall gibt es keinen österreichischen Richter, der die Auszahlung erzwingt, und im schlimmsten Fall verschwindet das Guthaben.
Das BMF dokumentiert im Glücksspielbericht 2020 bis 2024, dass illegale Online-Angebote wachsen. Die logische Konsequenz: Wer im Internet spielt, ohne vorher zu prüfen, ob die Plattform eine österreichische Konzession hat, spielt mit hoher Wahrscheinlichkeit bei einem Anbieter, dessen Verträge nach österreichischem Recht wertlos sind.
Die Glücksspielreform 2026/2027: Was sich ändern soll
Am 29. Juni 2026 hat sich die österreichische Regierung auf eine Reform des Glücksspielgesetzes geeinigt. Sie tritt nicht sofort in Kraft, sondern folgt einem klaren Fahrplan:
- Die Cooling-Off-Phase beginnt am 1. Jänner 2027. Ab diesem Datum müssen bisher illegale Anbieter ihr Angebot für österreichische Spielerinnen und Spieler einstellen, sofern sie nicht in das neue Konzessionsverfahren einsteigen wollen.
- Ab 1. Oktober 2027 gilt ein offenes Konzessionssystem. Die Zahl der Konzessionen ist nicht mehr auf eine begrenzt, die Laufzeit jeder Online-Konzession beträgt fünf Jahre.
- Verstöße gegen die Cooling-Off-Phase werden mit Sperrfristen für die Konzessionserteilung sanktioniert: 18 Monate, ab 2030 verlängert auf 24 Monate.
- Bewerber müssen Kapitalgesellschaft mit Aufsichtsrat sein, funktionierende Compliance-Systeme für Geldwäsche und Spielerschutz vorweisen und über Stammkapital von mindestens 10 Millionen Euro verfügen.
- Ein marktweites Selbstsperre-Register sowie Zahlungs- und IP-Blocking sind im Entwurf vorgesehen, aber noch nicht in Kraft.
Staatssekretär Ottenschläger hat den Geist der Reform in einer Pressemitteilung so zusammengefasst: „Wir ermöglichen echten Wettbewerb und stärken damit den legalen Markt. Denn nur ein attraktives und konkurrenzfähiges Angebot kann verhindern, dass Spieler auf illegale und unregulierte Plattformen ausweichen.“
Wichtig: Der Entwurf ist noch nicht Gesetz. Bis Oktober 2027 ändert sich für Spielerinnen und Spieler nichts an der Rechtslage. Wer vorher einsteigt, bewegt sich im bestehenden Regime. Wer bis dahin verlässliche Online-Casino-Spiele in Österreich sucht, hat weiterhin nur win2day als legale Adresse.
Casino-Streams und Influencer-Werbung: Rechtliche Grauzonen
In den letzten Jahren hat sich Casino-Streaming als eigene Marketingform etabliert: Influencer spielen auf Plattformen wie Twitch oder YouTube, lassen Zuschauerinnen und Zuschauer zuschauen und kassieren Affiliate-Provisionen. In Österreich ist diese Werbeform rechtlich heikel, sobald sie sich auf nicht-konzessionierte Anbieter bezieht.
§ 56 GSpG regelt Werbung durch Konzessionäre — also durch win2day — und verlangt einen „verantwortungsvollen Maßstab“. Werbung für illegales Glücksspiel ist demgegenüber ausdrücklich verboten. Wer also auf einem Stream ein Casino bewirbt, das in Österreich keine Konzession hat, bewegt sich außerhalb des zulässigen Rahmens — unabhängig davon, ob der Stream in Österreich oder im Ausland produziert wird. Die Rechtsdurchsetzung trifft dabei nicht in erster Linie den Streamer, sondern den beworbenen Anbieter. Affiliates können sich aber ebenfalls in zivil- und verwaltungsrechtlicher Verantwortung wiederfinden.
Für Spielerinnen und Spieler heißt das: Wer einem Stream folgt und auf den beworbenen Anbieter klickt, sollte sich darüber im Klaren sein, dass diese Werbung in Österreich unzulässig ist. Das ändert nichts daran, dass die Plattform technisch erreichbar ist — sie ist es fast immer. Es ändert aber die rechtliche Lage, sobald etwas schiefgeht.
Spielverluste zurückfordern: Was der OGH entschieden hat
Seit etwa 2020 hat der OGH in einer ganzen Reihe von Verfahren die Position durchgezogen, dass Glücksspielverträge mit nicht-konzessionierten Anbietern nach dem GSpG unwirksam sind. Zuletzt etwa in den Entscheidungen 7 Ob 16/25s und 8 Ob 54/25m. Die Konsequenz für klagende Spielerinnen und Spieler: Sie können ihre Einsätze zurückverlangen, weil es keinen wirksamen Vertrag gibt, der sie zum Verlust berechtigt hätte.
Ein zweiter Baustein kam am 15. Jänner 2026 aus Luxemburg. Der Europäische Gerichtshof hat in der Rechtssache C-77/24 (Wunner) entschieden, dass Schadenersatzansprüche aus illegalem Online-Glücksspiel nach dem Recht des Wohnsitzstaates des Spielers zu beurteilen sind (Rom-II-Verordnung). Das stärkt die Position österreichischer Kläger: Sie klagen vor österreichischen Gerichten nach österreichischem Recht gegen Anbieter, die formal im EU-Ausland sitzen. Die Anbieter können sich nicht mehr darauf berufen, dass die Klage vor einem Gericht ihres Sitzstaates verhandelt werden müsste.
In der Praxis läuft das Verfahren so, dass betroffene Spieler sich an eine auf Glücksspiel-Rückforderung spezialisierte Kanzlei wenden, ihre Spielhistorie und Kontoauszüge vorlegen und die Kanzlei den Anbieter kontaktiert. Erfolgsquoten und Verfahrensdauer hängen vom Anbieter ab. Einige — darunter bet365 — haben in der Vergangenheit bekanntlich Spieler auf Rückforderung verklagt, statt sie auszuzahlen, was die Durchsetzung erschwert. Bei kleineren Anbietern und klaren Summen gehen Verfahren häufig vergleichsweise schnell zu Ende.
Wer bei einem illegalen Anbieter gespielt hat, sollte die Fristen im Blick behalten. Verjährung läuft, Belege verschwinden, Anbieter wechseln ihren Sitz. Die OGH-Rechtsprechung steht — die Frage ist nur, wer sie auch nutzt.
Top 10 Online-Casino-Anbieter im Vergleich
Wer „online Casino Österreich erlaubt“ sucht, will in der Regel nicht nur eine Ja-Nein-Antwort. Wer eine solche Seite liest, möchte wissen, was tatsächlich verfügbar ist. Die folgenden zehn Anbieter tauchen in den meisten Vergleichen, Affiliate-Listen und Werbeplattformen auf. Einer davon ist in Österreich legal. Neun sind es nicht. Diese Ungleichbehandlung ist kein Detail — sie ist die Hauptaussage der Liste.
Ranking-Methodik: So haben wir die Anbieter bewertet
Die Reihenfolge folgt keiner subjektiven Wertung, sondern dem rechtlichen Status und der Verbreitung. Vorne steht der einzige konzessionierte Anbieter, danach folgen Offshore-Marken, geordnet nach Marktrelevanz und Verfügbarkeit für österreichische Spielerinnen und Spieler. Die Bewertung greift auf die BMF-Konzessionsliste zurück, die Spielbedingungen der jeweiligen Anbieter, die österreichische und EU-Rechtsprechung sowie auf eine Recherche der Bonusangebote für den österreichischen Markt zum Stand 2026.
Nicht berücksichtigt wurden Anbieter ohne dokumentierte Lizenz aus einer anerkannten Jurisdiktion. Auch reine Sportwetten-Plattformen, die kein Casino-Produkt anbieten, sind ausgespart. Admiral und bet-at-home sind hier gelistet, weil sie auch Casino-Slots im Programm haben, auch wenn dieser Teil in Österreich nicht autorisiert ist.
Vergleichstabelle: Die Anbieter auf einen Blick
| Anbieter | Lizenzstatus in Österreich | Bonus (Willkommensangebot) | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| win2day | Konzession nach § 14 GSpG (bis 30.09.2027) | Kein klassischer Casino-Willkommensbonus | Einziger legaler Online-Anbieter, Pflichtlimits, ID-Austria-KYC |
| Admiral | Nur Sportwetten-Konzession AT | 100 % bis €200 + €15 ohne Einzahlung (Sportwetten) | Novomatic-Gruppe, kein Online-Casino in AT autorisiert |
| bwin | MGA-Lizenz, keine AT-Konzession | €100 Willkommensbonus (Sportwetten) | Entain-Marke, Casino in AT nicht autorisiert |
| bet-at-home | MGA-Lizenz, keine AT-Konzession | 50 % bis €300 (Sportwetten) | Tägliche Promotions (Magic Monday, Gold Rush Tournament) |
| Interwetten | MGA-Lizenz, keine AT-Konzession | Für 2026 nicht bestätigt | Traditionsmarke, Casino in AT nicht autorisiert |
| Mr Green | MGA-Lizenz, keine AT-Konzession | Für AT-Spieler nicht verfügbar | Services für AT aktiv blockiert, in Rückforderungs-Verfahren gelistet |
| Tipico | MGA-Lizenz, keine AT-Konzession | Für 2026 nicht bestätigt | AT-Domain Tipico mit Sportwetten-Fokus |
| bet365 | MGA-Lizenz, keine AT-Konzession | Für AT 2026 nicht bestätigt | Weltgrößter Anbieter, hat Spieler auf Rückforderung verklagt |
| NetBet | MGA-Lizenz MGA/B2C/126/2006, keine AT-Konzession | €200 + 10 Free Spins (international) | Malta-Sitz, Casino in AT nicht autorisiert |
| LeoVegas | MGA-Lizenz, keine AT-Konzession | Bis €1.000 + 2.600 Free Spins (international) | Mobile-Fokus, MGM Resorts als Eigentümer |
Die Tabelle zeigt, was die meisten Vergleichsseiten verschweigen: Von zehn weitverbreiteten Anbietern hat genau einer eine österreichische Konzession. Die übrigen neun operieren in einer Grauzone, die je nach Lesart entweder als „international verfügbar“ oder als „in Österreich illegal“ beschrieben werden kann. Beide Lesarten sind korrekt — sie betreffen unterschiedliche Rechtsräume.
win2day — der einzige konzessionierte Anbieter Österreichs
win2day vereint, was sonst niemand in Österreich legal anbieten darf: Slots, Tischspiele, Live-Casino, Poker, Bingo und Sportwetten unter einem Dach. Der Betreiber, die Österreichische Lotterien GmbH, gehört zur Casinos-Austria/Österreichische-Lotterien-Gruppe und ist damit eng mit dem stationären Glücksspielsektor verflochten. Die Konzession läuft bis 30. September 2027.
Die Spielauswahl von über 750 Titeln konzentriert sich auf den regionalen Markt: Greentube/Novomatic dominiert, weil Book of Ra, Lucky Lady’s Charm und Sizzling Hot in Österreich seit Jahrzehnten vertraut sind. Play’n GO bringt Book of Dead, NetEnt Starburst. Dazu kommen 15 eigene Slots aus dem win2day Gamelab und seit Februar 2026 RubyPlay. Evolution Gaming liefert das Live-Casino.
Die Pflichtlimits sind der deutlichste Unterschied zu Offshore-Casinos. Vor dem ersten Spiel muss jeder Nutzer ein Wochen- oder Monatslimit festlegen, das nicht über die im Abschnitt „win2day: Der einzige legale Anbieter — und was er tatsächlich bietet“ genannten Höchstwerte hinausgehen darf. Eine Erhöhung erfordert eine aktive Überprüfung — wer plötzlich höhere Limits braucht, muss sich erklären. Das ist kein Bonus für Spielerinnen und Spieler, sondern ein Schutzmechanismus.
Die Verifizierung läuft über ID Austria, Foto-Ident oder Video-Ident. Wer auf Reisen ist und keinen österreichischen Ausweis vorlegen kann, scheitert bei der Verifizierung — auch das ist bewusstes Design.
Bilanz: Wer in Österreich legal online spielen will, hat keine Alternative. win2day ist nicht die erste Wahl nach Geschmack, sondern die einzige Wahl nach Recht.
Admiral — Novomatic-Gruppe mit AT-Sportwetten-Lizenz
Admiral ist den meisten österreichischen Spielern als Wettbüro-Kette und Online-Sportwetten-Anbieter ein Begriff. Das Unternehmen gehört zur Novomatic-Gruppe, ist also mit Greentube und damit mit dem größten Slot-Anbieter auf win2day geschäftlich eng verflochten. Admiral hat in Österreich eine Konzession für stationäres Glücksspiel und für Sportwetten — nicht jedoch für Online-Casino-Spiele.
Wer auf Admiral Slots oder Tischspiele sucht, findet in der Regel entweder keine oder einen Bereich, der ausländisch lizenziert ist und nicht unter die österreichische Konzession fällt. Der beworbene Willkommensbonus von 100 Prozent bis 200 Euro plus 15 Euro Bonus ohne Einzahlung gilt für Sportwetten, mit 5-fachem Umsatz von Einzahlung plus Bonus zu einer Mindestquote von 1,90 und einer Gültigkeit von 90 Tagen.
Admiral ist eine seriöse österreichische Marke mit eingeschränktem Online-Angebot. Für Casino-Spieler ist Admiral in Österreich keine Alternative, weil das Casino-Produkt nicht konzessioniert ist.
bwin — Entain-Marke mit internationalem Gewicht
bwin gehört zu Entain, einem der größten Glücksspielkonzerne der Welt. Die Marke hat eine MGA-Lizenz aus Malta, in Österreich keine Konzession. Das Sportwetten-Angebot wird intensiv beworben, das Casino-Produkt ist Teil des internationalen Angebots und richtet sich formal nicht an österreichische Spielerinnen und Spieler.
Der aktuelle Willkommensbonus von 100 Euro bezieht sich auf das Sportwetten-Produkt für den österreichischen Markt. Für Casino-Spieler gibt es in den vorliegenden Quellen keine aktuelle österreichspezifische Aktion. Internationale Angebote existieren, sind aber nicht über die österreichische Domain standardmäßig zugänglich.
Weltweit operierend, in Österreich für Casino-Spiele nicht abgesichert. Wer bei bwin Casino spielt, bewegt sich rechtlich außerhalb des GSpG-Rahmens.
bet-at-home — tägliche Promotions, Entain-Gruppe
bet-at-home ist ebenfalls Teil der Entain-Gruppe und ebenfalls MGA-lizenziert. In Österreich bewirbt der Anbieter Sportwetten mit einem 50-Prozent-Bonus bis 300 Euro, 7-facher Umsatz von Einzahlung plus Bonus zu Mindestquote 1,80 innerhalb von 30 Tagen. Die Mindesteinzahlung liegt bei 10 Euro.
Das Casino-Programm läuft international und bietet eine vergleichsweise dichte Aktionenstruktur: Magic Monday mit Free Spins als Einzahlungsbonus, Wild Wednesday, Triple 7 Thursday, das Gold Rush Tournament mit 5.000 Free Spins. Für österreichische Spielerinnen und Spieler gilt dasselbe wie bei bwin: Formal richtet sich das Casino-Angebot nicht an AT-Spieler, ist aber technisch erreichbar.
Die dichte Aktionenstruktur hat ihren Preis. Wer dort Casino spielt, spielt ohne die österreichische Konzession und damit ohne den Schutz des GSpG.
Interwetten — Traditionsmarke ohne bestätigten AT-Bonus
Interwetten gehört zu den älteren Online-Wettanbietern Europas und ist MGA-lizenziert. Die österreichische Domain ist etabliert, der Schwerpunkt liegt auf Sportwetten. Für Casino-Angebote in Österreich liegen zum Stand 2026 keine bestätigten Bonusangaben vor — weder Höhe noch Bedingungen sind in den verfügbaren Quellen dokumentiert.
Das ist mehr als eine Lücke im Datenblatt. Ein österreichischer Spieler, der bei Interwetten Casino spielen will, bewegt sich in einem Vertragsverhältnis, dessen Konditionen sich nach ausländischem Recht richten. Welche Limits, welcher Bonus, welche Auszahlungsbedingungen greifen, hängt davon ab, was im Kleingedruckten der jeweiligen internationalen Version steht.
Bekannte Marke, fehlende AT-Casino-Konzession, fehlende aktuelle Konditionen. Das Fehlen verifizierter Zahlen ist selbst eine Aussage.
Mr Green — für österreichische Spieler gesperrt
Mr Green gehört zur 888 Holdings / William Hill-Gruppe und ist MGA-lizenziert. In Österreich sind die Services aktiv blockiert. Wer von einer österreichischen IP-Adresse Mr Green aufruft, wird auf eine Mitteilung umgeleitet, dass das Angebot im eigenen Land nicht verfügbar ist.
Diese Sperre unterscheidet Mr Green von den meisten Mitbewerbern. Sie bedeutet: Der Anbieter hat sich — vermutlich auf Druck der MGA oder wegen anhängiger Verfahren — aus dem österreichischen Markt zurückgezogen. Das ist rechtlich sauber. Es macht den Anbieter aber nicht zu einem „sicheren Casino“ für AT-Spieler, weil die Sperre jederzeit aufgehoben werden könnte und vergangene Spielzeiträume ohnehin in den Rückforderungs-Fokus von Kanzleien geraten sind.
Wer dort in der Vergangenheit gespielt hat, gehört zur Kernzielgruppe der Rückforderungs-Kanzleien.
Tipico — AT-Domain, aber kein AT-Casino
Tipico hat eine der prominentesten österreichischen Domains im Wettbereich: Tipico.at. Sportwetten sind hier klar im Vordergrund, mit Fußball-, Tennis- und Eishockey-Quoten, die in Österreich intensiv vermarktet werden. Der Casino-Bereich existiert, fällt aber nicht unter eine österreichische Konzession, sondern unter die MGA-Lizenz der Tipico Co. Ltd. mit Sitz in Malta.
Für Casino-Spielerinnen und -Spieler in Österreich bedeutet das: Eine bekannte Domain suggeriert Vertrautheit, das rechtliche Fundament ist aber dasselbe wie bei jedem anderen MGA-Anbieter. Ein konkreter Casino-Willkommensbonus für den österreichischen Markt ist in den vorliegenden Quellen zum Stand 2026 nicht bestätigt.
Starke Markenpräsenz, schwaches rechtliches Fundament für Casino. Die Domain macht das Angebot nicht legal.
bet365 — globaler Marktführer mit Klags-Historie
bet365 ist nach eigenen Angaben der größte private Online-Glücksspielanbieter der Welt. Die MGA-Lizenz deckt das Angebot formal ab, eine österreichische Konzession gibt es nicht. Hillside Gaming ENC betreibt die Plattform.
Was bet365 von den meisten Mitbewerbern unterscheidet, ist die aggressive Haltung gegenüber Rückforderungen. Anbieter wie bet-at-home oder NetBet zahlen Rückforderungen in der Regel vergleichsweise schnell, oft nach einer ersten anwaltlichen Aufforderung. bet365 hat in mehreren dokumentierten Fällen die Rolle umgekehrt und selbst Klage gegen Spielerinnen und Spieler eingereicht, die ihre Verluste zurückforderten. Das macht bet365 zum schwierigsten Ziel für Rückforderungs-Verfahren.
bet365 ist der risikoreichste MGA-Anbieter für AT-Spieler. Wer dort spielt, sollte sich nicht auf einen späteren Ausgleich verlassen.
NetBet — MGA-Lizenz dokumentiert
NetBet ist einer der wenigen Anbieter in dieser Liste, dessen Lizenzstatus sich präzise belegen lässt. Die MGA-Lizenz trägt die Nummer MGA/B2C/126/2006, der Betreiber ist die Netbet Enterprises Limited mit Sitz in Malta. Eine österreichische Konzession existiert nicht.
Das internationale Willkommensangebot umfasst 200 Euro plus 10 Free Spins. Für den österreichischen Markt ist das Angebot nicht AT-spezifisch bestätigt. Wer über die internationale Seite spielt, akzeptiert die MGA-Regeln und nicht das GSpG.
Dokumentierte Lizenz, fehlende Konzession — die juristische Lage bleibt für AT-Spieler ohne österreichische Deckung.
LeoVegas — Mobile-First mit MGM im Rücken
LeoVegas tritt seit Jahren als „Mobile-First“-Anbieter auf und gehört inzwischen mehrheitlich zu MGM Resorts International. Die MGA-Lizenz deckt das internationale Angebot ab, eine österreichische Konzession fehlt.
Das internationale Bonusprogramm ist eines der großzügigsten im Markt: bis zu 1.000 Euro plus 2.600 Free Spins. Die Bedingungen lesen sich für erfahrene Spielerinnen und Spieler nicht ungewöhnlich — 35-facher Umsatz innerhalb von 14 Tagen, Mindesteinzahlung 20 Euro, Free Spins auf Gates of Olympus Super Scatter zu 0,20 Euro pro Spin mit drei Tagen Gültigkeit. Für AT-Spieler ändert das alles nichts daran, dass die Lizenz in Malta liegt.
Hoher Bonus, klare Lizenz, fehlende Konzession. Die Mischung bleibt das, was sie ist.
Mobile Casinos: Unterwegs gelten dieselben Regeln — nur die Hardware wechselt
Mobile Casino-Erfahrung: Apps, Browser und Spielauswahl unterwegs
win2day bietet eine native App für iOS und Android an. Im App Store erreicht sie eine Bewertung von 4,6 aus 5 Sternen — ein Wert, der in der Casino-Branche selten ist. Die App bietet im Wesentlichen das gleiche Portfolio wie die Desktop-Version, optimiert für Touch-Bedienung und mit angepasstem Layout.
Für Offshore-Anbieter gilt: Sie sind über den mobilen Browser erreichbar, teilweise ebenfalls über Apps, die im App Store gelistet sind. Apple und Google haben in den letzten Jahren ihre Richtlinien für Glücksspiel-Apps verschärft, was dazu führt, dass manche Anbieter nur über die Web-Version zugänglich sind. Aus österreichischer Sicht ändert das nichts an der Rechtslage.
Was sich mobil unterscheidet, ist das Spielverhalten selbst. Slots mit Autoplay und Touch-Steuerung funktionieren auf dem Smartphone tendenziell schneller, was für die Geschwindigkeit der Umsetzung von Boni relevant sein kann. Wer mit kleinen Einsätzen und vielen Spins spielt, sollte das im Hinterkopf behalten — die Anzahl der Spins pro Minute ist auf dem Smartphone leicht doppelt so hoch wie am Desktop.
Online Slots: Hunderte Titel, eine legale Adresse
Spielautomaten und RTP: Was österreichische Spieler wissen müssen
Auf win2day läuft das Slot-Angebot über mehrere Anbieter, wobei Greentube/Novomatic den größten Anteil hat. Die typische RTP-Spanne von Greentube-Titeln liegt zwischen 92 und 96 Prozent, die Volatilitätsprofile reichen von niedrig bis hoch, überwiegend mittel-hoch. Der Anbieter kann die RTP innerhalb dieses Korridors konfigurieren, weshalb dieselben Titel auf anderen Märkten andere Auszahlungsquoten haben können.
Ein konkretes Beispiel ist Book of Ra Deluxe. Auf win2day liegt die RTP bei 94,20 Prozent, die Volatilität ist hoch. Auf anderen Märkten liegt die RTP zwischen 95,1 und 95,5 Prozent — Greentube behält sich Konfigurationsspielräume vor. Das ist Absicht, kein Zufall: Innerhalb des durch den Spielentwickler gesetzten Rahmens darf der Plattform-Betreiber die Quote wählen.
Im Februar 2026 ist RubyPlay als neuer Anbieter auf win2day gestartet, mit Titeln wie „Mad Hit Diamonds“ und „Zeus Rush Fever Deluxe SE“. Für RubyPlay ist es der erste regulierte Einsatz in Österreich überhaupt. Das ist auch ein Hinweis darauf, dass der Spielemarkt auf win2day nicht eingefroren ist — neue Inhalte kommen hinzu.
Wer Slots auf einem Offshore-Anbieter spielt, hat in der Regel keine verlässliche RTP-Information. Die Anbieter werben mit theoretischen Auszahlungsquoten, ohne offenzulegen, welche konkrete Konfiguration läuft. Auf win2day ist die RTP pro Spiel ausgewiesen, was den Vergleich erleichtert — und was bei Offshore-Marken fehlt.
Spielerschutz in Österreich: Mehr als eine Hotline
Spielsuchtprävention und Hilfsangebote in Österreich
Österreich hat ein ausdifferenziertes Hilfsnetz, das weit über eine Telefonnummer hinausgeht. Wer sich Sorgen um das eigene Spielverhalten macht oder eine andere Person betroffen sieht, findet mehrere Anlaufstellen:

- Nationale Glücksspielsucht-Hotline: 0800/20 5242, kostenlos, betrieben durch die Medizinische Universität Wien. Die Hotline ist anonym und steht rund um die Uhr zur Verfügung.
- Spielsuchthilfe Wien (Stolberggasse 26, 1050 Wien, Tel. 01/544 13 57): ambulante Behandlung mit Psychotherapie, psychiatrischer Sprechstunde und Krisenintervention. Kostenlos, auf Wunsch anonym.
- Fachstelle für Glücksspielsucht: Online-Beratung, telefonische Beratung und eine Online-Selbsthilfegruppe unter dem Titel „Gemeinsam spielfrei“.
- Selbsthilfetool Genuggespielt.at: ein digitales Angebot, das beim Reduzieren oder Aufhören des Glücksspiels unterstützt, niedrigschwellig und ohne Anmeldung beim Anbieter.
- BMF-Stabsstelle für Spielerschutz: koordiniert seit 2010 die bundesweite Präventionsarbeit und listet auf der eigenen Website die Hilfsangebote der einzelnen Bundesländer.
- Sozialministerium über gesundheit.gv.at: Selbsttests zum Thema Glücksspielsucht, die eine erste Einschätzung des eigenen Verhaltens ermöglichen.
Die Angebote sind kostenlos und anonym. Sie funktionieren unabhängig davon, ob der Spieler bei einem legalen oder illegalen Anbieter gespielt hat — eine Voraussetzung, die die Hilfesysteme bewusst nicht an die Konzessionslage knüpfen.
Einzahlungslimits, Selbstsperre und was win2day vorschreibt
Die win2day-Limits wurden bereits dargestellt. Hier geht es um die Mechanik dahinter: Die Pflicht zur Limit-Setzung gilt für jeden Spieler vor dem ersten Spiel. Wer das Limit nicht aktiv festlegt, kann nicht spielen. Das unterscheidet sich strukturell von Offshore-Casinos, wo Limits optional und meist hoch oder gar nicht gesetzt sind.
Wer unter 26 ist, kann das Wochenlimit von 250 Euro nur in Ausnahmefällen und mit zusätzlicher Prüfung überschreiten. Wer über 26 ist, kann das Monatslimit von 1.680 Euro erhöhen lassen — die Plattform prüft dann Einkommen, Spielverhalten und bisherige Limits. Eine dauerhafte Erhöhung auf das Fünffache ist nicht ohne Begründung möglich.
Selbstsperre und Spielpausen sind weitere Werkzeuge. win2day bietet beides, allerdings nicht über ein marktweites Register. Wer bei einem Offshore-Anbieter spielt und sich dort selbst sperrt, ist auf win2day nicht automatisch gesperrt. Das ist die Lücke, die die Reform mit einem zentralen Sperrsystem schließen will.
Wer sich für ein zentrales Register nach deutschem Vorbild interessiert: In Österreich gibt es das aktuell nicht. Das LUGAS in Deutschland ist ebenfalls nicht auf Österreich übertragbar. Die einzige Sperre, die marktweit gilt, ist eine gerichtliche oder verwaltungsrechtliche Sperre nach dem GSpG.
Anbieter mit verantwortungsvollem Spielerschutz: Woran man ihn erkennt
Ein Anbieter, der Spielerschutz ernst nimmt, hinterlässt mehrere Spuren. Er verlangt die Identitätsverifizierung vor der ersten Auszahlung, nicht erst, wenn die Spielerin oder der Spieler sie einfordert. Er setzt Limits als Pflicht, nicht als Option. Er unterwirft sich einer Aufsicht, die tatsächlich durchgreifen kann — eine MGA-Lizenz ist etwas wert, eine österreichische Konzession mit BMF-Aufsicht ist mehr wert.
Offshore-Anbieter scheitern meistens an mindestens einem dieser Punkte. Sie verlangen KYC nur in Fällen, in denen es der Zahlungsdienstleister verlangt. Sie bieten Limits als Marketing-Instrument an, ohne sie zur Pflicht zu machen. Sie unterliegen einer Aufsicht in einer Jurisdiktion, die im Konfliktfall nicht durchsetzungsfähig ist.
Wer in Österreich spielt, sollte den Anbieter an genau diesen Punkten messen. Bei win2day sind sie erfüllt. Bei jedem anderen Anbieter, der in Österreich aktiv ist, fehlt mindestens die Aufsicht durch das BMF.
So haben wir bewertet: Auswahlkriterien und Quellen
Die folgende Bewertung stützt sich auf eine Reihe primärer Quellen. Das Glücksspielgesetz in der Fassung der jüngsten Novelle bildet die rechtliche Grundlage. Die Konzessionsliste des Bundesministeriums für Finanzen liefert den aktuellen Status der Anbieter. Die Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofs und des Europäischen Gerichtshofs wurde über die offiziellen Entscheidungsdatenbanken abgerufen, ergänzend wurden wissenschaftliche Kommentare und Beiträge in Fachmedien ausgewertet.
Der Epidemiologiebericht Sucht 2025 der Gesundheit Österreich GmbH liefert die Prävalenzzahlen zum Glücksspielverhalten in der Bevölkerung. Die Hilfsangebote wurden direkt über die Anbieter und über die Übersichtsseite des BMF verifiziert. Für die Anbieterprofile wurden die Spielbedingungen und Bonusangaben direkt von den Anbieter-Websites sowie aus Pressemitteilungen abgegriffen.
Eine Gewichtung der einzelnen Kriterien ist nicht offengelegt, weil die rechtliche Lage selbst die Hierarchie vorgibt: Vorne steht die Frage „Ist der Anbieter in Österreich konzessioniert?“. Wer hier „nein“ sagen muss, fällt in der Bewertung automatisch zurück. Innerhalb der Offshore-Gruppe spielen Verfügbarkeit, Bonusangebot und Seriosität der Lizenz eine Rolle — sekundär gegenüber der Grundfrage.
Warum der Blick auf die Lizenz in Österreich über Gewinn und Verlust entscheidet
Die Ausgangslage ist klar. Wer in Österreich online um Geld spielt, hat genau eine legale Adresse und neun verbreitete Anbieter, die in Österreich keine sind. Wer das ignoriert, akzeptiert ein Risiko, das erst im Streitfall sichtbar wird.
Das Risiko ist nicht abstrakt. Der OGH hat in einer ganzen Reihe von Verfahren bestätigt, dass Verträge mit nicht-konzessionierten Anbietern unwirksam sind. Die Konsequenz: Wer Pech hat und sein Geld nicht zurückbekommt, kann klagen. Wer Pech hat und nicht klagen will, bleibt auf dem Verlust sitzen. Wer Pech hat und beim Anbieter „nur“ eine Auszahlungsverzögerung erlebt, hat in Österreich keinen Richter, der in Echtzeit hilft.
Die Reform 2027 wird den Markt öffnen. Bis dahin gilt: Wer spielt, spielt auf eigene Verantwortung, und wer auf eigene Verantwortung spielt, sollte die Lizenz prüfen. Bei win2day ist die Prüfung in zwei Sekunden erledigt. Bei jedem anderen Anbieter beginnt sie erst.
Was bleibt, ist ein Spielerschutz-System, das über das Pflichtlimit von win2day hinausgeht: die Hotline 0800/20 5242, die Spielsuchthilfe Wien, die Fachstelle, das Selbsthilfetool. Wer Anzeichen von problematischem Spielverhalten bei sich erkennt, muss dafür nicht erst auf eine Reform warten.
Häufig gestellte Fragen
Was passiert, wenn ich bei einem illegalen Online-Casino in Österreich spiele?
Der Vertrag, den Sie mit dem Anbieter schließen, ist nach dem Glücksspielgesetz unwirksam. Der OGH hat das in mehreren Entscheidungen bestätigt (u.a. 7 Ob 16/25s und 8 Ob 54/25m). Praktisch bedeutet das: Sie haben keinen österreichischen Verbraucherschutz, keine Anlaufstelle bei Streit, und im schlimmsten Fall keine Handhabe gegen Auszahlungsverweigerung. Strafen drohen Ihnen nicht — der Vollzug richtet sich gegen den Anbieter, nicht gegen die Spielerseite.
Kann ich meine Spielverluste von illegalen Anbietern zurückfordern?
Ja. Die OGH-Rechtsprechung seit 2020 erlaubt die Rückforderung, weil der Vertrag von Anfang an unwirksam war. Der EuGH hat in der Rechtssache C-77/24 (Wunner) am 15. Jänner 2026 zusätzlich klargestellt, dass österreichisches Recht anwendbar ist. In der Praxis übernehmen spezialisierte Kanzleien die Durchsetzung; der Erfolg hängt vom Anbieter ab und davon, wie kooperativ er sich zeigt.
Wie funktioniert die Glücksspielreform in Österreich ab 2026?
Die Reform wurde am 29. Juni 2026 zwischen den Koalitionsparteien vereinbart. Ab 1. Jänner 2027 müssen illegale Anbieter ihr Angebot einstellen (Cooling-Off-Phase). Ab 1. Oktober 2027 gilt ein offenes Konzessionssystem mit 5-Jahres-Lizenzen. Verstöße gegen die Cooling-Off-Phase werden mit 18-monatiger Sperrfrist (ab 2030: 24 Monate) sanktioniert. Bewerber brauchen Kapitalgesellschaft, Compliance und 10 Millionen Euro Stammkapital.
Sind Casino-Streams und Influencer-Werbung für Online-Casinos in Österreich legal?
Nein, soweit sie sich auf nicht-konzessionierte Anbieter beziehen. § 56 GSpG regelt Werbung durch Konzessionäre und verlangt einen „verantwortungsvollen Maßstab“. Werbung für illegales Glücksspiel ist verboten — auch über Streams und Affiliate-Links. Wer auf einen Stream-Link klickt, sollte sich der rechtlichen Lage bewusst sein, in die er sich begibt.
Sind Gewinne aus Online-Casinos in Österreich steuerpflichtig?
Grundsätzlich nein. Glücksspielgewinne sind für Privatpersonen in Österreich nicht einkommensteuerpflichtig. Eine Ausnahme gilt für professionelle Spielerinnen und Spieler, die Glücksspiel als nachhaltige Einkunftsquelle betreiben — etwa professionelle Pokerspieler mit dokumentierten Gewinnen. Wer unsicher ist, ob die eigene Situation unter die Ausnahme fällt, sollte einen Steuerberater konsultieren.
Sind mobile Casinos in Österreich erlaubt?
Das Glücksspielgesetz unterscheidet nicht zwischen Desktop und Smartphone. § 12a GSpG erfasst jedes elektronische Medium, über das gespielt wird. Die Frage, ob ein Casino „mobil“ oder „am Desktop“ aufgerufen wird, ist rechtlich irrelevant. Was zählt, ist allein die Konzession des Anbieters.
Wer auf seinem iPhone oder Android-Gerät ein Casino öffnet, bewegt sich im selben rechtlichen Rahmen. win2day ist legal, alle anderen Anbieter sind es nicht — egal, ob über die mobile Webseite, eine App im App Store oder eine APK aus einem Drittland.
Sind Online Slots in Österreich erlaubt?
Ja, aber ausschließlich im Rahmen der win2day-Konzession. Online-Slots fallen unter die Definition der elektronischen Lotterien nach § 12a GSpG. Damit ist jeder Anbieter, der Spielautomaten im Internet anbietet, ohne die Konzession der Österreichischen Lotterien GmbH zu besitzen, in Österreich gesetzwidrig.
Die rechtliche Behandlung ist identisch mit der für Tischspiele oder Roulette. Es gibt keinen Sonderbereich „Slots“, der anders reguliert wäre. Wer bei einem Offshore-Casino spielt, das mit einem „Slot-Bereich“ wirbt, bewegt sich außerhalb des GSpG.
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Inhalt erstellt vom Team «Online Casinos Ohne Verifizierung»
